FAIL (the browser should render some flash content, not this).
Die Chroniken - Kapitel 1 - 4
Kapitel 1 - Ein Volk kehrt zurück
Vor vielen tausend Jahren erreichten die verbannten Hochgeborenen die Küste von Lordaeron. Sie zogen los, um ein neues Zuhause zu finden, und nach vielen Schlachten mit den Trollen gründeten sie das Königreich Quel’Thalas.

Sie benutzten eine Phiole geheiligten Wassers, das sie aus dem Brunnen der Ewigkeit gestohlen hatten, um an einer Ansammlung von machtvollen magischen Energien in Quel’Thalas eine Quelle mystischer Macht zu erschaffen. Sie nannten diese Quelle den Sonnenbrunnen und seine potente arkane Magie nährte und stärkte alle Hochelfen in Azeroth. Und so wurde die Stadt Silbermond gegründet.

Im Laufe der folgenden Jahre kehrten die Hochelfen zu ihrer zurückgezogenen Lebensweise zurück. Doch im Dritten Krieg brachte der teuflische Prinz Arthas Menethil wieder Unheil über die Elfen. Arthas dürstete nach der Macht des Sonnenbrunnens, und jedes Mittel war ihm Recht, um diese Macht in seinen Besitz zu bekommen. Er fiel in Quel’Thalas ein und löschte fast die ganze Bevölkerung aus. Am Ende musste sogar König Anasterian Sonnenwanderer sein Leben lassen.

Zudem stellte sich heraus, dass die Hochelfen von den arkanen Energien des Sonnenbrunnens abhängig geworden waren. Nun, da ihre Magiequelle versiegt war, wurden die wenigen Überlebenden krank und apathisch.

Als Prinz Kael’thas, der letzte Erbe des Königsgeschlechts, von seinen Studien in Dalaran zurückkehrte, war von Quel’Thalas nur noch Schutt und Asche übrig. Nach Rache dürstend versammelte er die Überlebenden, nannte sie Blutelfen, und schloss sich zusammen mit seinen stärksten Kämpfern dem Feldzug gegen die Geißel in Lordaeron an.
 
Rommath gelang es, den Blutelfen fortgeschrittene Technologien zur Beeinflussung von arkanen Energien zu lehren. Mit einem neuen Ziel vor Augen haben die Blutelfen die Stadt Silbermond wieder aufgebaut, auch wenn sie nun von instabilen Energien gespeist wird. Bestärkt durch das Versprechen von Kael’thas Rückkehr, konzentrieren die ermüdeten Einwohner von Quel’Thalas sich nun darauf, ihre Stärke wiederzuerlangen, während sie auf ihrem ungewissen Pfad in die Zukunft wandeln.
 
Kapitel 2 - Der Orden der Raben
Es war einiges an Zeit vergangen. Aber es hatte sich nur wenig zum Besseren gewendet. Noch immer tobten Kriege und Auseinandersetzungen. Blutige Wellen von Tod und Gewalt brandeten immer wieder über die Köpfe der Bewohner von Quel'Thalas. Die Todesschneise - zu Asche verbrannter Boden, abgestorbene Bäume, kein Grashalm, kein grünes Blatt -   durchzog und durchzieht auch heute noch, wie eine grauenhafte Wunde, das Land. Grässliche und abstoßende Kreaturen hatten dort ihre Heimat gefunden.

Der Einzelne hatte keine Chance, lange zu überleben. Ganze Familien wurden vernichtet. Frauen wurden von ihren Männern getrennt, Kinder aus den Armen ihrer Eltern gerissen. In dieser dunklen Zeit war das einzig gebotene Mittel, Sicherheit zu finden, der Zusammenschluss mit Gleichgesinnten oder die Eingliederung in bereits vorhandene Gruppierungen.

So fanden eine Reihe von Blutelfen und Blutelfinnen - ohne sich jemals vorher gesehen zu haben, ohne sich untereinander abgesprochen zu haben, man kannte sich vielleicht vom Sehen, aus der Nachbarschaft - ihre Heimat in einem Orden, der sich die Raben nannte. Der Orden der Raben.

Die Raben waren eine Gruppierung von Untoten. Nicht besonders freundlich, rochen auch nicht gut, Sie hatten üble Ernährungsgewohnheiten, waren hinterhältig, verschlagen, von der Seuche gezeichnet, ihrer gottgleich verehrten Anführerin Sylvana Windrunner, Königin der Banshees hörig. Aber starke Kämpfer mit wichtigen Verbindungen, in der Lage Schutz zu gewähren.

Ihre Anführer waren Zorák, Acheros und Zephron. Makabere Gestalten, wenig ehrenhaft und den Blutelfen nicht wohlgesonnen, ihre Anwesenheit nur duldend.
 
Kapitel 3 - Die Erniedrigung
Wer waren diese Elfen, die sich furchtsam in die Abhängigkeit der Verlassenen begaben. Sie waren jung, noch unerfahren, kannten nur wenig von der Grausamkeit der Welt. Ihre Namen, damals noch nicht bekannt, noch ohne den wohltönenden Klang und den Glanz des Heldentums und der Ehre.

Rhytel, Salmarin, Consideratus, Tekuma, Tishela, Galawayn, Sidhe. Ja, das waren sie, ein kleiner, eingeschworener Haufen, zitternd vor Angst, schutzsuchend bei den Raben, aber sich ihrer selbst sicher, ihren Weg zu gehen, ihre Heimat zu retten, treu zusammen zu arbeiten und stärker zu werden.

Sie waren den Untoten nicht wirklich willkommen, bestenfalls geduldet, von Neid umgeben. Der Sprecher und Vertreter der kleinen Gruppe innerhalb des Ordens war Rhytel. Er war besorgt um eine gute Entwicklung der Blutelfengruppe.

Es kam, wie es kommen musste. Der Bruch mit den Untoten. Im Nachhinein zum Wohle der Elfen. Trotzdem, die Ordensleitung, mit ihren Forderungen, mit ihren Ansprüchen, mit ihrer Missgunst, sie war es wohl Leid, die Hochgeborenen innerhalb ihrer Verbindung zu dulden.

So berief man eines Tages eine Zusammenkunft der Raben, am versunkenen Tempel. Ein furchtbarer Ort für ein Treffen,  feuchte Hitze, eine drückende Finsternis, das brackige Wasser, welches Tempel und Ufer trennte. Die Ordensleitung war anwesend, auch alle Elfen mit ihrem Sprecher Rhytel.

Lange Freundlichkeiten wurden nicht ausgetauscht. Es gab Beschimpfungen und Beleidigungen für die Friedfertigen aus Quel'Thalas. Dann schleppten die Untoten eine gefesselte, entkräftete, blutjunge Nachtelfin herbei, ein Kind, unter höhnischen Zurufen der Verlassenen. Warum mag man sich fragen. Eine Vorführung, eine Bestrafung, eine Prüfung?

Der Auftrag der Ordensleitung an die Blutelfen war, dieses Mädchen, krank, schon beinahe Tod, umzubringen. Eine Feindin, von der anderen Seite der Welt, hilflos, verzweifelt, vor Angst gelähmt. Umbringen? Keiner der Blutelfen rührte sich. Sie standen vor Entsetzen erstarrt und konnten es nicht glauben, ein solch unbarmherziger Auftrag. Er wurde nicht erfüllt. Bis plötzlich einer der Ordensführung, mögen die Götter den Namen dieses Mörders und den Namen seiner Ahnen aus den Geschichtsbüchern tilgen, mit einem einzigen furchtbaren Schlag seines besudelten Schwertes, das Leben der Nachtelfin gnadenlos beendete.
 
Kapitel 4 - Die Ketten zerreißen
Die Elfen, zu Eis erstart, von Wut, Ekel und Hass erfüllt, wie aus einem Guss, verließen den unguten Bund. Eine Provokation für die Verlassenen. Sie reagierten mit weiteren Beleidigungen sogar mit Morddrohungen.

Rhytel, mutig, seine Angst vergessend, entschlossen, trat schützend vor seine Landsleute. Er wurde attackiert, angegriffen, wehrte sich trotz seiner Jugend und seiner noch geringen Erfahrung, opferte sein Blut für seine Freunde. Die Scheußlichen ließen erst von ihm ab, als er schwer verwundet ins Gras sank, am Rande des Sees, und sein Blut in Erde und Wasser vergoss, ein schwacher Lebensfaden, nur nicht Tod, weil seine Getreuen die schweren Wunden versorgten.
 
FAIL (the browser should render some flash content, not this).