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Die Chroniken - Kapitel 13 - 16
Kapitel 13 - Die verlorenen Seelen

Die Gilde, gegründet von Rhytel, Galawayn, Lorri, Sidhe, Alliceana, Lyv und Heinafhin, entwickelt sich prächtig. Sie wächst und gedeiht, gewinnt an Ansehen und Bekanntheit. Ihr Name ist aus Silbermond nicht mehr wegzudenken.

Noamuth Vesdrac, dieser Name wirkt wie ein Sog. Der Mitgliederzufluss scheint nicht zu verebben. Aber er wirkt auch als Provokation, so dass er die Zurückgebliebenen, die vom Neid getriebenen, der sich bei ihnen oft genug in Hass verwandelt, dazu treibt, das Haus mit Angriffen, Beleidigungen und Entführungen von außen zu attackieren.

Aber, nicht alle der Unseren bleiben. Sie gehen, weil sie die politischen Ansichten nicht teilen, wegen Unzufriedenheit, Streitigkeiten, Untreue und vielen anderen, auch dunklen, Gründen. Manche planten Attentate auf die Gildenführung, andere betreiben Verrat.

Es ist schwierig, die innere Disziplin aufrecht zu erhalten. Der Nachteil einer toleranten und liberalen Führung. Und doch, wer die wenigen Regeln missachtet oder sein böses Wort oder Schwert gegen andere Mitglieder oder die Gildenführung richtet oder der Gilde in sonstiger Weise Schaden  zufügt, der muss gehen.

 
Kapitel 14 - Die Verbündeten

Wie entsteht das gute Ansehen einer Gilde, ihre Macht und ihr Einfluss?

a) Zuerst durch das Verhalten und Auftreten der Mitglieder innerhalb des Hauses und nach außen hin.

b) Durch Ausübung einer klugen Politik. Politik in diesem Sinne meint jegliche Art der Einflussnahme und Gestaltung sowie die Durchsetzung von Forderungen und Zielen, sei es im Inneren als auch in den äußeren Bereichen gegenüber verbündeten, neutralen oder verfeindeten Gruppierungen.

c) Durch allgegenwärtige Präsenz.

Den Verlorenen Seelen gelang und gelingt es, durch vernünftige Diplomatie nützliche Verbindungen zu einzelnen Bewohnern und Vereinigungen zu knüpfen und Bündnisse einzugehen. Hierzu zählt vor allem das Bündnis mit dem Haus Andilien unter der neuen Führung von Allaria, der es gelang, das Fürstenhaus zu reformieren und die Sklaverei kurzerhand abzuschaffen. Gerade das Bündnis mit dem Haus Andilien reicht bis in die aktuelle Gegenwart hinein.

Das nicht alle Bündnisse auf Dauer halten sondern einige auch wieder zerbrechen, liegt in der Natur der gegenläufigen Interessen.

 
Kapitel 15 - Die Umstürzler

Nun ist es wieder geschehen. Ein Ratsmitglied, vielleicht hatte er das Richtige im Sinn, etwas zu verbessern, aufzurütteln, aber der Weg war fragwürdig, seine Agitation nicht ohne Hintergedanken. Sie hätte leicht zu einer Zerstörung oder Zersplitterung  der Gilde führen können.

Diese Posse, die sich Gildentreff nannte. Einzig aus dem Grund aufgeführt, um angestauten Frust zu entladen, zu desinformieren, die Gilde, den Rat und den Gildenführer zu verleumden und damit der Gilde zu schaden.

Und dann der Versuch, Gildenmitglieder aus dem Bund heraus zu ziehen, für eigene Ziele außerhalb unserer Vereinigung. Einige sind zum Opfer geworden. Dabei auch etliche, die ans Herz gewachsen waren, deren Verlust schmerzt.

Sicherlich, es gibt immer wieder Gründe zu kritisieren. Aber wer kritisiert soll bessere eigene Vorschläge machen und umsetzen. So führt positive Kritik zu besseren Ergebnissen.

Die Harmonie zwischen Clanleitung und Mitgliedern aufrecht zu erhalten und zu fördern ist ständige Aufgabe des Rates. Aber ebenso  ist es außerordentlich wünschenswert, wenn die Mitglieder sich eifrig am Gildenleben beteiligen. Sich in die Mitgliederliste eintragen, die Aushänge am  schwarzen Brett verfolgen, eigene Zettel schreiben, Stellung beziehen, sich gegenseitig helfen.

Nun, die Gilde ist nicht zerbrochen. Sie lebt weiter. Ihre Mitglieder werden zum Fest ewigen Bestehens der NV tanzen.

 
Kapitel 16 - Das Kopfgeld

Silbermond kommt nicht zur Ruhe, der Krieg tobt mit aller Grausamkeit weiter.

Die Umstürzler, ja ihr habt richtig gelesen, die Umstürzler, diese ewig Unzufriedenen, die Neider, die die Vormachtstellung der Noamuth Vesdrac nicht ertragen. Sie haben ein Kopfgeld auf die Mitglieder der Gilde ausgesetzt.

Es ist ein erheblicher Betrag, der für den Tod eines jeden unserer Freunde geboten wird. Hoch genug, um Marodeure aus der ganzen Welt heran zu locken, um sich ein Zubrot mit dem Mord an einem unserer Mitglieder zu verdienen. Aber bei weitem nicht hoch genug, um dem wirklichen Wert eines unser Angehögen in Gold aufzuwiegen.

Es kam bereits zu Anschlägen, hinterhältig, feige, in Überzahl gegen einen der Unseren. Und es gab Opfer mit schwersten Verletzungen, zum Glück noch keine Toten.

Aber die Noamuth kennen keine Angst, lassen sich nicht in die Knie zwingen. Sie werden geeignete Mittel finden, die Angriffe abzuweisen, die Feinde zu besiegen, die Vormachtstellung der  verlorenen Seelen in Silbermond aufrecht zu erhalten und zu festigen.

 
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