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Die Chroniken - Kapitel 17 - 20
Kapitel 17 - Der Feind scheint besiegt

Welche Erniedrigung muss das sein? Der Feind, im Angesicht seiner vergeblichen Angriffe, hat wohl aufgegeben. Einer der übelsten Widersacher sucht nun sogar um Rückkehr in die Reihen der Noamuth Vesdrac nach.

Der Gilde geht es gut, sie feiert ihre weitbekannten Feste, hat sich regeneriert, ist zu neuer Stärke zurückgekehrt. Ist Stolz und ein nicht zu unterschätzender Machtfaktor in Silbermond.

Zu ihren Mitgliedern zählen zwischenzeitlich nicht nur Elfen und Untote sondern auch Orcs, Tauren und Trolle. Eine wahrhafte Bereicherung der Gildenstärke, der Gildenkultur und des Gildenlebens.

Die Gilde ist so stark geworden, dass sie in der Lage ist, eigene Schlachtzüge in bedrohten Gebieten durchzuführen, den Feind zu vertreiben und zu plündern.

 
Kapitel 18 - Die Todesritter

Unser größter Feind, der Lich, der sich selbst zum Herrn der Welt bestimmt hat,  nach der großen Schlacht, er hat nun keine Verwendung mehr für seine verbrauchten Elitesoldaten, diese untoten Todesritter, die im Auftrag ihres Herrn gemordet und geplündert hatten, weder Zivilisten noch Frauen noch Kinder verschonten. Diese Kämpfer stehen nun da, vor einem Abgrund, gequält von ihrem Gewissen, suchen den Sinn ihrer weiteren Existens, nach neuen Zielen. Sie sind ausgestoßen, gehasst, ungeliebt. Mussten sie wirklich morden und brandschatzen? Hatten sie nicht die Chance zu dessertieren, den Befehlen zu widersprechen? Warum taten sie das was sie taten? Es ist zu  befürchten das die Gründe nicht von ritterlicher Art waren. Vom Lich mit einem neuen Leben versehen, gelockt von Versprechungen ihres Herrn und einem ausgeklügelten Belohnungssystem, dass sie mit edlen Waffen und Rüstungen ausstattete und viele Goldstücke in ihre Beutel spülte. Hatten sie je Ideale, eigene Gedanken?

Nun überfluten sie diese Welt, man sieht sie überall. Sie sind angsteinflößen, umgeben von einer Aura der Gewalttätigkeit. Was wollen sie unter uns? Wollen sie uns infiltrieren, uns ausspionieren, die Macht des Lich auf heimliche  Weise ausbauen, uns ermorden? Wir empfinden ihnen gegenüber nur Hass, zu viele unserer Lieben haben ihr Leben und ihre Gesundheit im Kampf gegen den Lich verloren! Oder werden sie sich von ihren bisherigen Taten abwenden, sich von ihrem früheren Herrn lossagen, uns Treue geloben und Seite an Seite mit uns gegen unseren Erzfeind kämpfen?

Auch in das Haus der Noamuth haben eine Reihe von Todesrittern Einlass gefunden. Sie fanden damit ein Dach über ihrem Kopf. Mehr nicht! Sie wurden von Wenigen willkommen geheißen, geduldet, von Vielen einfach nur abgelehnt. Sie sind Verlorene Seelen. Eine heftige Diskussion ist entbrannt, deren Ende nicht abzusehen ist. Gelingt es den Verschmähten, die Noamuth von ihren guten Absichten zu überzeugen, Gemeinsamkeit mit ihnen zu finden, sich zu integrieren? Geben wir ihnen eine Chance? Oder werden sie vertrieben, von der spürbaren Abneigung, unter Wut, Gram und Schmerzen? Werden sie ein Leben als Einzelgänger fristen oder sich zusammenrotten zu brandschatzenden Banden?

 
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